Biographie

Die Sopranistin Lea-ann Dunbar studierte Gesang am St. Olaf College in Minnesota, USA und anschließend als Stipendiatin bei Professor Günter Binge an der Musikhochschule Lübeck. Schon während des Studiums konnte sie erste Bühnenerfahrungen als Cunegonde (Candide) und als Fiordiligi (Cosi fan tutte) sammeln. Ihre Ausbildung ergänzte sie mit Meisterkursen, unter anderem bei Mirella Freni.

Ihr Theater Debüt gab sie als Donna Anna (Don Giovanni) am Theater Hildesheim. Als Ensemblemitglied war sie dort auch als Amalia (I masnadieri), Female Chorus (Rape of Lucretia), Marzelline (Fidelio) und Suzel (L’amico Fritz) zu hören. Es folgte ein Engagement am Theater Krefeld-Mönchengladbach, wo sie als Tatjana (Eugen Onegin) debütierte. Mit ihrer stimmlichen Fähigkeit sowohl im Koloratur-Fach als auch große lyrische Rollen singen zu können, erarbeitete sie sich in fünf Spielzeiten dort ein breites Repertoire. Neben ihrem viel beachteten Debüt als Lucia di Lammermoor und ihrer Darstellung der Mimi (La Bohème), für die sie in der Zeitschrift Opernwelt als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“ nominiert wurde, sang sie die Titelpartie in Maria Stuarda, Agathe (Freischütz), Asteria (Tamerlano), Fiordiligi (Cosi fan tutte) und Pamina (Die Zauberflöte). In der Uraufführung von Stefan Heucke’s „Das Frauenorchester von Auschwitz“ sang sie die Partie der Maria Mandel.

Inzwischen ist Lea-ann Dunbar freischaffend tätig. Als Gast sang sie an den Theatern in Augsburg, Chemnitz, Innsbruck, Koblenz, Mainz, Pforzheim und Wiesbaden. Am Theater Regensburg übernahm sie kurzfristig die Rolle der Elisabeth Nietzsche in der Uraufführung von Franz Hummel’s „Zarathustra“. Nachdem sie am Theater Lübeck ihr erfolgreiches Debüt als Violetta (La Traviata) gab, wurde sie dort auch als Konstanze (Die Entführung aus dem Serail) und für die Titelrolle in Massenet's Thaïs engagiert.

Auch das Konzert- und Lied-Repertoire spielt eine wichtige Rolle in ihrem musikalischen Schaffen. Große kirchliche Werke von Bach bis Britten gehören ebenso zu ihrem Repertoire wie Mahler’s 4. Symphonie oder Lieder von Lili Boulanger. In der Presse werden immer wieder ihre kraftvolle Stimme, funkelnde Koloraturen, ihr edles Timbre sowie ihre schauspielerische Glaubhaftigkeit hervorgehoben.

Bei den Bayreuther Festspielen 2020 wird Lea-ann Dunbar im neuen Ring-Zyklus die Rheintochter Woglinde singen.